Warum Katzen ihre Krallen einfahren können


Phylogenetisch förderte die Jagdsituation unserer (jetzt domestizierten) Kleintiere die anatomischen Besonderheiten: die Katzenartigen setzen die Krallen für die Jagd ein - Hundeartige nicht.


Katze mit ausgefahrenen Krallen
Katze mit ausgefahrenen Krallen

Katzen

Katzen sind Einzelgänger und jagen deshalb alleine. Wenn sie die Krallen einziehen, können sie sich auf ihren weichen Ballen lautlos an ihre Beute anschleichen. Anschliessend setzen sie ihre Krallen zum Fangen als Waffen ein. Mit Hilfe der Krallen können Katzen auch an Baumstämmen und anderen steilen Hängen emporklettern und von da aus potenzielle Beute beobachten und jagen. Dadurch, dass die Krallen erst bei Bedarf ausgefahren werden, werden sie vor übermässiger Abnutzung geschützt.


Hunde

Hunde können ihre Krallen nicht so einziehen wie Katzen. Sie jagen (oder jagten) im Rudel, weshalb sie ihre Krallen nicht unbedingt als Waffe nutzen. Die Beute wird mit den Zähnen gerissen, weshalb es nicht weiter schlimm ist, wenn die Krallen stumpf sind. Sie dienen hauptsächlich dazu, genügend Halt auf dem Boden zu bekommen und werden dadurch auch stärker abgenutzt, als dies bei Katzen der Fall ist.


Ausnahme

Der Gepard ist eine Ausnahme. Er ist ein Katzenartiger und zieht seine Krallen ebenfalls nicht ein. Er ist der schnellste Überland-Jäger des Tierreichs. Wahrscheinlich verhindern die Krallen das Rutschen bei der Verfolgungsjagd.

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