Auch die Dienstleistungen der Vorbereitung zur künstlichen Befruchtung, Besamung mit Frischsamen und Trächtigkeitsuntersuchung werden von unserer Praxis abgedeckt.
Trächtige Stute
15.- 17. Tag nach Besamung
(mögliche Zwillingsträchtigkeit kann festgestellt werden)
35. - 42. Tag nach Besamung
(falls die Stute nicht aufgenommen hat, aber keine Rosse zeigt, kann dies jetzt noch festgestellt werden, bei Verlust des Embryos ab dem 45. Tag wird die Stute in der gleichen Saison nicht mehr rossig)
Stute mit Fohlen
Geht die Nachgeburt der Stute nicht von alleine ab, spricht man von einem sogenannten Nachgeburtsverhalten und die Stute benötigt tierärztliche Unterstützung beim Ablösen der Nachgeburt. Den Besitzern wird empfohlen „herabhängende“ Anteile der Nachgeburt nach oben zu binden (z.B. mit Klebebinde), sodass die Stute nicht darauf tritt und die Nachgeburt dadurch gewaltsam abgelöst wird.
Frisch geborenes Fohlen
Um den Zustand eines neugeborenen Fohlens beurteilen zu können, bedarf es der Kenntnis einiger wichtiger Referenzwerte. Ein gesundes, neugeborenes Fohlen sollte:
Die Gebärmutter (Uterus) der Stute ragt als schlauchförmiges Gebilde mit zwei Hörnern in die Bauchhöhle hinein. In Richtung Scheide verschliesst der Muttermund (Zervix) den Uterus, in Richtung Bauchhöhle fügen sich die Eierstöcke (Ovarien) an die beiden Gebärmutterhörner an.

Bildquelle: https://pferde-magazin.info/anatomie-16von25-die-geschlechtsorgane-der-stute/
Dieser anatomische Aufbau ist für den Zyklus der Stute wichtig: während der Rosse springt das im Eierstock herangereifte Ei (sog. Rossefollikel) und begibt sich durch den Eileiter auf die Reise in Richtung Gebärmutterhorn und anschliessend in den Gebärmutterkörper. Bei einer erfolgreichen Besamung nistet sich das Ei schliesslich irgendwo in der Gebärmutter ein und beginnt sich zu teilen. Während der Rosse ist der Muttermund also offen für Spermien. Gleichzeitig findet eine gewisse Säuberung der Gebärmutter statt, denn nur in diesem Zyklusstadium können alte Zellen und andere Verunreinigungen aus der Gebärmutter transportiert werden. Hier beginnt auch bereits unser Thema. Denn wenn diese Reinigung nicht normal stattfindet, oder Keime in die Gebärmutter gelangen, kann es zu Entzündungen kommen- zu einer sogenannten Endometritis. Eine Endometritis beschreibt alle entzündlichen Prozesse der Gebärmutter, die über die normale zyklische Selbstreinigung hinausgehen.