Die Osteopathie wurde im Jahre 1874 erstmals in den USA von einem Humanmediziner namens Dr. Andrew Still beschrieben. Dr. Still sah diese manuelle Therapie als eine Erweiterung der klassischen Medizin. In den folgenden Jahren wurden die osteopathischen Prinzipien mehr und mehr auch in den Lehrgang von medizinischen Fakultäten integriert. Heute haben Osteopathen in der Humanmedizin in den USA einen ähnlichen Status wie klassische Schulmediziner und sind auch fest integriert im amerikanischen Gesundheitssystem. Anfang des 20. Jahrhunderts kam die Osteopathie nach Europa, durch einen Schüler von Still- Dr. John Martin Littlejohn. Er gründete in London die erste Osteopathieschule für Menschen.
In der Tiermedizin beginnt die Geschichte der Osteopathie in Frankreich mit den beiden Tierärzten Dr. Dominique Giniaux (Pferde) und Dr. Francis Lizon (Kleintiere), die beide in den 1970er Jahren neben ihren chirurgischen Praxen eine Ausbildung zum Humanosteopathen machten. Über die Jahre beginnen sie, osteopathische Techniken für Pferde und Kleintiere zu entwickeln.
In unserem Alltag und auch in dem unserer Tiere gibt es immer wieder Zeiten erhöhter Belastung, schwierigen Aufgaben und teilweise auch stressige Momente. Dies kompensiert und reguliert unser Körper sehr fein. Dennoch gehen solche Momente nicht spurlos an uns vorbei und es ist wichtig, den Körper frühzeitig wieder in Schwung zu bringen.