Blutegeltherapie


Der Blutegel ist wie eine kleine, lebende Apotheke. 
Die einzelnen Substanzen werden oft auch in Salben und Medikamenten eingesetzt, aber die natürliche Kombination von all diesen aktiven Ingredienzen im lebenden Blutegel ist einzigartig und hat gegenüber den Einzelsubstanzen viele Vorteile. Der Einsatz von Blutegeln ist keine neue Idee und wird seit langem beim Menschen angewendet. Vor allem im 19. Jahrhundert wurden Blutegel breit gefächert in der Humanmedizin eingesetzt.


Im Speichel des Egels sind wahrscheinlich mehr als 100 bioaktive Substanzen enthalten. Uns bekannt sind ca. 25, wobei die bekanntesten Hirudin (hemmt die Blutgerinnung, stärker als Heparin), Eglin (gerinnungs- und entzündungshemmend), Hyaluronidase (löst das Bindegewebe auf, z.B. bei Narben), Calin (hemmt die Aggregation der Blutplättchen und verursacht die lange Nachblutung), Destabilase M (löst Blutgerinnsel), Destabilase L (wirkt antimikrobiell) und histaminähnliche Substanzen (Gefässerweiterung und Durchblutungsförderung) sind.

Blutegel Hämatom Pony

Blutegel auf einem Hämatom an der linken Schulter eines Ponys

Blutegel

Blutegel bei einem Pferd mit Hufrehe

Blutegel Sehnenläsion Pferd

Blutegel bei einem Pferd mit Sehnenläsion

Der Speichel der Blutegel wirkt lokal gerinnungs- und entzündungshemmend und der venöse - und der lymphatische Abfluss werden angeregt. Somit wird die Durchblutung gefördert und Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen gelindert. Zusätzlich wirkt der Speichel lokal antimikrobiell

Behandlungen mit Blutegel

Wir setzen die Therapie erfolgreich ein bei:

  • Sehnenläsionen
  • Hufrehe
  • Narben
  • Blutergüssen/Prellungen
  • sonstigen Entzündungen/Schwellungen
  • Sommerekzem 
  • Mauke 

Eine durch Dr. K. Rasch durchgeführte Studie (Blutegeltherapie bei Hufrehe der Pferde - Ergebnisse einer bundesweiten Studie der deutschen Huforthopädie Gesellschaft, 2010) ergab folgende Resultate: In allen behandelten Fällen konnte innerhalb von 24-48 Stunden eine deutliche Verbesserung des Allgemeinbefindens mit verringerter Schmerzhaftigkeit festgestellt werden. Es wurden akut -, sowie auch chronisch erkrankte Pferde behandelt.

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