Arthrose 


Viele unserer Patienten leiden im Laufe Ihres Lebens an Arthrose. Diese chronische, nicht-infektiösen aber schmerzhaften Gelenkerkrankung kann  die Bewegungsfähigkeit deutlich einschränken.


Arthrose bei Hunden und Katzen

Erkrankung des Gelenkknorpels

Die Arthrose ist zuallererst eine Erkrankung des Gelenkknorpels, welcher an Elastizität verliert und dabei dünner, rauer und rissiger wird. Der darunterliegende Knochen versucht dieser Fehlbelastung entgegenzuwirken, indem er eine grössere Auflagefläche bildet und mehr Knochengewebe (Osteophyten) produziert. Diese knöchernen Zubildungen ragen teilweise in den Gelenkspalt hinein und scheuern dort. Dies führt zu einer zusätzlichen Entzündung und das Knorpelgewebe wird noch mehr belastet. Das Knochengewebe ist im Gegensatz zum Knorpel schmerzempfindlich, weshalb es durch die Mehrbelastung des Knochens und die Entzündung zu Schmerzen kommen kann.

Monoklonale Antikörper gegen den Nervenwachstumfaktor

Monoklonale Antikörper

Neuer Wirkstoff zur Schmerztherapie osteoarthrosebedingter Schmerzen bei Hund und Katze

Seit Anfang 2021 ist in der Schweiz ein neuer Wirkstoff zur Schmerztherapie bei Hund und Katze auf dem Markt. Das neue Medikament enthält monoklonale Antikörper gegen den Nervenwachstumfaktor (NGF), welcher eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung osteoarthrosebedingter Schmerzen spielt. Nach der Verabreichung des Medikamentes binden sich die Antikörper an diesen Botenstoff und machen ihn somit unwirksam, was die Schmerzweiterleitung an das Gehirn reduziert.

Der Einsatzbereich liegt bei der Therapie bei chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates (Osteoarthrose), welche bislang mit Entzündungshemmern behandelt wurden und diese entweder nicht mehr ausreichend wirken, oder vom Patienten nicht mehr gut vertragen werden.

Das Medikament wird alle 4 Wochen als Injektion unter die Haut verabreicht. Darf aber bei trächtigen, laktierenden oder Zuchttieren nicht verwendet werden. Der Abbau des Wirkstoffs im Körper erfolgt über körpereigene, katabole Wege in kleine Bestandteile.

Die Schmerzlinderung sollte innerhalb einer Woche eintreten, bis dahin können die bisherigen Schmerzmedikamente weitergegeben werden.

Gerne besprechen wir mit Ihnen, ob diese Therapie auch für Ihr Tier in Frage kommt. Vereinbaren Sie bitte einen Besprechungstermin.

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