Hunde und Katzen begleiten uns durch das ganze Jahr. Mit jeder Jahreszeit verändern sich Licht, Temperaturen und Umwelt – und damit auch die Bedürfnisse unserer tierischen Begleiter. Eine bewusste Anpassung von Pflege, Fütterung und Aufmerksamkeit hilft, Gesundheit und Wohlbefinden nachhaltig zu unterstützen.
Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln die Nasen unserer Vierbeiner, während die Natur langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht. Für Hunde und Katzen bedeutet der Frühling frische Energie, neue Düfte und viel Bewegung an der Luft – gleichzeitig stellt die Umstellung auf wärmere Temperaturen eine Herausforderung für den Körper dar.

Der Übergang vom Winter- zum Sommerfell ist ein hormonell gesteuerter Prozess, der für den Körper energieaufwendig ist. Viele Tiere wirken in dieser Phase etwas müder oder weniger belastbar. Regelmässiges Bürsten unterstützt den Fellwechsel, fördert die Hautdurchblutung und hilft, lose Unterwolle zu entfernen. Bei Katzen reduziert dies zusätzlich die Bildung von Haarballen im Magen-Darm-Trakt.
Mit steigenden Temperaturen nimmt die Aktivität von Ektoparasiten wie Zecken und Flöhen deutlich zu. Da diese Krankheitserreger übertragen können, ist ein frühzeitig begonnener, kontinuierlicher Parasitenschutz essenziell. Zur Verfügung stehen Spot-on-Präparate, orale Präparate oder Halsbänder, deren Auswahl stets an Tierart, Körpergewicht, Alter und Lebensweise angepasst werden sollte. Zusätzlich empfiehlt sich im Frühling eine Entwurmung oder eine parasitologische Kotuntersuchung.
Wichtig: Hunde- und Katzenpräparate sind nicht austauschbar.
Hunde zeigen im Frühling oft wieder mehr Bewegungsfreude. Nach der ruhigeren Winterzeit sollte das Trainingspensum langsam gesteigert werden, um Muskeln, Sehnen und Gelenke nicht zu überfordern.
Pollen und andere Umweltreize können bei empfindlichen Hunden und Katzen allergische Reaktionen auslösen. Typische Symptome sind Juckreiz, Hautrötungen, vermehrtes Belecken oder tränende Augen. Eine frühzeitige Beobachtung erleichtert die rechtzeitige Abklärung und Behandlung.
Lange Tage, warme Nächte und viel Zeit im Freien – der Sommer lädt zum Spielen, Entdecken und Ausruhen ein. Für Hunde und Katzen ist dies oft eine Zeit voller Freude, aber auch eine Phase, in der Ruhe und Rückzug wichtiger denn je sind. Hitze, Insekten und intensive Sonneneinstrahlung verlangen besondere Aufmerksamkeit, damit die warmen Monate für alle stressfrei und sicher bleiben.
Hunde und Katzen verfügen nur über eingeschränkte Möglichkeiten zur Thermoregulation. Spaziergänge sollten daher in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Katzen benötigen jederzeit Zugang zu schattigen, ruhigen Rückzugsorten. Frisches Wasser sollte stets in ausreichender Menge verfügbar sein.
Fliegen, Mücken und andere Insekten können neben Juckreiz auch lokale Entzündungen oder schmerzhafte Stiche verursachen. Besonders empfindliche Tiere profitieren von einem angepassten Insekten- und Parasitenschutz sowie von einer sauberen, trockenen Umgebung mit guter Luftzirkulation.
Hohe Temperaturen können den Appetit reduzieren. Kleinere, gut verdauliche Mahlzeiten werden häufig besser akzeptiert. Nassfutter sollte nicht über längere Zeit stehen bleiben, um mikrobiellen Verderb zu vermeiden. Katzen profitieren besonders von feuchtem Futter zur Unterstützung der Flüssigkeitsaufnahme.
Regelmässiges Bürsten hilft, überschüssige Unterwolle zu entfernen und unterstützt die Wärmeregulation. Kühlende Liegeflächen oder ein leicht angefeuchtetes Tuch können zusätzlich zur Abkühlung beitragen.
So leuchtend und vielfältig die Herbstfarben auch sind, so sensibel nehmen unsere Hunde und Katzen die kühler werdenden Tage und das wechselhafte Wetter wahr. Für viele Tiere beginnt eine Zeit der Anpassung, in der sich Aktivität, Fell und Immunsystem langsam auf den Winter einstellen. Mit etwas Aufmerksamkeit lässt sich dieser Übergang sanft und gesund gestalten.
Der Aufbau des dichteren Winterfells ist energieintensiv und beansprucht den Stoffwechsel. Viele Tiere zeigen in dieser Zeit ein erhöhtes Ruhebedürfnis. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Versorgung an Vitaminen, Mineralstoffen und essenziellen Fettsäuren unterstützt diesen Prozess.
Auch im Herbst bleiben viele Parasiten aktiv. Der Schutz sollte daher nicht zu früh beendet werden. Eine erneute Entwurmung oder Kotkontrolle ist sinnvoll.
Feuchte Untergründe, nasses Laub und früh einsetzende Dunkelheit erhöhen das Verletzungs- und Unfallrisiko. Reflektierende Halsbänder oder Leinen verbessern die Sichtbarkeit im Strassenverkehr.
Temperaturschwankungen und feuchte Witterung stellen eine zusätzliche Belastung für das Immunsystem dar. Regelmässige Bewegung an der frischen Luft, ausreichende Ruhephasen und eine bedarfsgerechte Ernährung wirken unterstützend.
Der frostige Morgenhauch liegt in der Luft. Für viele Hunde und Katzen – und natürlich auch für uns Menschen – ist der Winter eine Zeit der Ruhe, aber auch eine kleine Herausforderung. Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich die kalte Jahreszeit für unsere vierbeinigen Freunde angenehm und sicher gestalten.
Kurzhaarige, ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Hunde profitieren häufig von einem gut sitzenden, wärmenden Mantel. Katzen sollten bei starkem Frost möglichst im Haus bleiben oder jederzeit Zugang zu einem warmen, geschützten Rückzugsort haben.
Schnee, Eis und Streusalz können die Ballen reizen oder schädigen. Nach Spaziergängen sollten die Pfoten kontrolliert, gereinigt und bei Bedarf mit geeigneten Pflegeprodukten geschützt werden.
Aktive Hunde haben im Winter oft einen erhöhten Energiebedarf. Wohnungskatzen hingegen neigen bei reduzierter Bewegung eher zu Gewichtszunahme. Eine regelmässige Überprüfung der Futtermenge ist daher sinnvoll.
Auch in der kalten Jahreszeit ist eine ausreichende Wasseraufnahme essenziell. Katzen profitieren weiterhin von Nassfutter zur Unterstützung des Flüssigkeitshaushalts.
Weniger Tageslicht und kalte Temperaturen führen häufig zu reduzierter Aktivität. Denk- und Suchspiele sowie kurze Trainingseinheiten fördern die geistige Auslastung und stärken die Mensch-Tier-Beziehung.