Der bei älteren Katzen regelmässig vorkommende Bluthochdruck ist ein häufig erst spät erkanntes Problem.
Ein systolisch/diastolischer Blutdruck über 180/100 mmHg ist in der Regel die Folge einer Grunderkrankung. Zum Beispiel einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder einer chronischen Niereninsuffizienz (CNI). Die Symptome sind dabei zu Beginn ein vermehrtes Trinkverhalten oder Gewichtsverlust, welche teilweise von den Besitzern nicht sofort als krankhaft erkannt werden.

So ist der häufigste Vorstellungsgrund der meisten Bluthochdruckpatienten eine akute Blindheit, welche auf eine Netzhautablösung im Auge zurückzuführen und leider auch meist bestehen bleibt. Neben den stark vergrösserten, nicht auf Licht reagierenden Pupillen, bestehen teilweise auch Einblutungen in die vordere Augenkammer, welche durch die Schädigungen der Gefässe verursacht werden. Die Durchblutungsprobleme treten vor allem an Organen mit hoher arterieller Blutversorgung auf, zu diesen gehören die Augen und das Gehirn. Dadurch erklärt sich die Schädigung der Gefässe der Netzhaut oder der Bildung von Ödemen im Gehirn. So können auch Orientierungslosigkeit, Krämpfe oder Ataxie die Folge einer Blutdruckerhöhung sein.
Der am häufigsten eingesetzte Wirkstoff zur Blutdrucksenkung ist Amlodipin, welcher täglich nach Anweisung des Tierarztes eingegeben werden sollte.
Bei älteren Tieren empfehlen wir eine regelmässige Blutdruckmessung.